Besonderheiten

Eine besondere Beachtung unter den Bogenecken verdienen die Stücke mit Druckerkontrollziffer bzw. Druckerkennziffer (DKZ), Plattennummern (PN) und Formnummern (FN). Meines Wissens nach wurden diese noch nie systematisch erfasst, was in dem neu erscheinenden MICHEL- „Handbuch der Bogenecken des Deutschen Reiches 1933-1945“ erstmals versucht wird.

 

Die DruckerKontroll(Kenn)Ziffern kommen meist auf den Dauerserien ab 1928 Hindenburg bis Hitler vor, aber auch auf den Sondermarken 1934 Saarabstimmung und Schiller. Und zwar fast immer auf den Bogenecken oben links oder rechts (Ecke 1 oder 2). Dort können sie entweder in Höhe der ersten oder zweiten Zähnungsreihe erscheinen. In letzterem Falle sind sie, in der Regel bei zweistelligen Ziffern, angetrennt bzw. unvollständig. Ihr Erscheinungsbild bleibt nahezu konstant bis in die Nachkriegszeit hin zur Dauerserie Unfallverhütung 1971/73! Sie dürfen nicht verwechselt werden mit den Walzenkontrollziffern, die links und rechts auf dem gesamten Bogenrand aufsteigend vorkommen und sich durch eine andere Schrifttype unterscheiden!

Formnummern gibt es in der Regel nur bei Marken im Stichtiefdruck (StTDr.)! Drucktechnisch betrachtet sind sie immer auf der linken unteren Bogenecke (Ecke 3) unterhalb des Reihenzählers zu finden. Warum es sie allerdings nicht bei allen StTDr.-Ausgaben gibt und auch in Sätzen oftmals nicht bei allen Wertstufen, ist noch völlig ungeklärt. Die ersten Formnummern erscheinen bei der Wagner-Serie 1933, die letzten beim WHW-Satz 1940. Die höchste bekannte Formnummer ist die ‚8‘. Bis auf zwei Ausnahmen (bei Mi.Nr. 637 FN 3 und 4) sind sie immer seitenrichtig!

Plattennummern erscheinen an unterschiedlichen Stellen im Bogen. Auf den Bogenecken gibt es sie meist entweder auf der linken unteren oder rechten unteren Ecke, teilweise aber auch auf der oberen Ecke, je nach Bogenzuschnitt! Deswegen können diese oft auch angeschnitten sein. Zum Teil erscheinen sie aber auch auf den Feldern 45/46 bei 50er-Bögen bzw. 95/96 bei 100er-Bögen. Anfänglich erscheinen sie meist spiegelverkehrt. Erst ab ca. 1938/39 gibt es sie auch seitenrichtig stehend. In selteneren Fällen kommen sie auf einer Ecke auch in Kombination mit den Formnummern vor!

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